Begleitprogramm zu den Ausstellungen

Je nach Ausstellungsort wird ein Begleitprogramm konzipiert: Workshops für Kinder und Jugendliche, Filmabende, Vorträge u.a.

Für Sechs- bis Zwölfjährige

Flip-Books (Daumenkinos)
Punkte, Linien und Flächen als Stellvertreter für erste einfache Zeichen werden Seite für Seite in Position oder Größe verändert und ergeben – zügig dem Betrachter nacheinander vorgestellt – einen ersten einfachen Film. Stempelbuchstaben, Handschriften oder aus Zeitschriften ausgeschnittene Buchstaben sind weitere Möglichkeiten Schrift mittels Daumenkinos in Bewegung zu bringen.

Stop-Motion Trickfilm
Das Alphabet in einzelnen Buchstaben mit den Mitteln des Legetricks animiert. Dazu lassen sich alle erdenklichen kleinen Objekte wie z.B. Grashalme, Blätter, Federn, Smarties, Erbsen etc. nutzen. Mit einer bereitgestellten digitalen Kamera, montiert auf einem Reprostativ mit entsprechender Beleuchtungseinrichtung sowie einem speziellen Programm werden die Objekte Schritt für Schritt auf der Arbeitsfläche positioniert. Nach jeder kleinen Änderung wird ein Foto belichtet, so dass sich nach und nach die Buchstaben des Alphabets auf- bzw. abbauen. Schnell hintereinander abgespielt ergeben die Einzelbilder einen Trickfilm.

Für Zehn- bis Sechzehnjährige

Buchstaben entdecken
Mit Smartphone, Tablet oder Digitalkamera durchsuchen die Jugendlichen die Stadt nach Fotomotiven, die auf den zweiten Blick Buchstaben zeigen. So wird ein runder Gullideckel bei entsprechendem Bildausschnitt zum „C“, „O“ oder „U“, der Schatten einer Bank zum „h“ oder der Fahrradlenker im Gegenlicht betrachtet zum „T“. Jeder sammelt ein komplettes Alphabet und ...

Multiscreen Anwendung
... tritt mit seinen Aufnahmen zusammen mit den anderen Workshopteilnehmern auf fünf nebeneinander positionierten Monitoren im Vorraum der Ausstellung in einen medialen Dialog. Die Monitore können einzeln in Gruppen oder auch als Gesamtes zusammengefasst bespielt werden und ergeben so ständig wechselnde Bildformate. Die Bilder können von einem Monitor zum nächsten wandern, Bilder können überblendet werden oder einfach nebeneinander erscheinen. Die Auseinandersetzung mit der Medieneinheit im Kontext der Gruppe gibt völlig ungewohnte Perspektiven auf den Dialog von Bilder. Ergänzt werden können die Bilder mit digital hinzugefügten Buchstaben oder Texten.

Für Vierzehn- bis Achtzehnjährige

SMS Medienfassade
Besondere Plätze und besondere Objekte innerhalb der Landesgartenschau wie z.B. der Himmelsstürmer, die neue Unterführung am Bahnhof, das Forum, die Stufen an der Mündung, die Biegert & Funk- Uhr, die Eule, die Salvatorklause, der Eisbecher etc. werden von den Jugendlichen ausgewählt. Gemeinsam machen sich alle auf den Weg und steuern einen Ort nach dem anderen zusammen an. Dort angekommen sendet jeder eine SMS an die Medienfassade. Der Inhalt besteht erstens aus einer Nummer, welche die Jugendlichen dem Ortes / dem Objekt vorher zugewiesen haben, gefolgt von einem kurzen Text oder auch nur einzelnen Wörtern, die der Senderin / dem Sender spontan durch den Kopf gehen, wenn er / sie sich für einen kurzen Moment auf das Objekt oder den Ort konzentriert. Die Interaktion des Geschriebenen entsteht durch die Abwesenheit des Objektes bei gleichzeitiger Präsenz desselben durch den öffentlichen Text auf der Medienfassade ohne dabei direkt auf das Objekt oder den Ort zu referenzieren. Gleichzeitig wird die Flüchtigkeit der „Short Message“ genauso deutlich, wie die Flüchtigkeit des Momentes in dem sie entstanden ist.

Gedrucktes Plakat
Die SMS läuft nur einmal über die Medienfassade (sei denn, sie wird erneut gesendet) und verschwindet dann von der „Bildfläche“. Aber einmal durch digitale Netze gesendete Nachrichten werden mindestens temporär zur weiteren Verarbeitung gespeichert. Nachdem der Workshop beendet ist, wird ein lesbares Textplakat aus allen gesendeten SMS generiert und gedruckt. Jede Teilnehmerin / jeder Teilnehmer erhält ein gedrucktes Exemplar, als Beleg für die Beharrlichkeit des digital geschriebenen Wortes.

Moving Hands – Von der Hand zum Werk, vom Druck zum Trickfilm

Altersgruppe: 8 – 18 Jahre
Halbtägiges Workshopangebot

Für Schüler-, Kinder- und Jugendgruppen auf Anfrage

Mit einfachsten Drucktechniken werden Zeichen entworfen, gedruckt und anschließend digital in Bewegung gesetzt. Ganz neue Perspektiven eröffnen sich etwa auf analogen Kartoffeldruck, Materialdruck oder Monotypie, aufs Tippen an der Schreibmaschine und am PC. Während des Workshops entstehen auf unterschiedlichen Wegen Zeichen und Motive, die anschließend in einem kurzen Stop-Motion-Clip in Bewegung gesetzt werden.

Ein Workshop für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren, in dem sie den Weg vom Handwerk zum medialen Fingertipp kreativ nachvollziehen.

 

KISS KISS BANG BANG

Film
KISS KISS BANG BANG
Im Kino im U, U2 Kulturelle Bildung
Dortmund

 

Die Welt ist nicht genug - ein Performance-Film-Projekt

Wochenendworkshops

Ihr habt Spaß am Verkleiden, wollt Quatschobjekte aus Alltagsgegenständen herstellen und verrückte Sachen damit machen? Aus euren Ideen und Anregungen der interaktiven Ausstellung "Moving types - Lettern in Bewegung" in der 6. Etage entstehen spontane Performances, die in kurzen Filmclips festgehalten und zu einer Installation montiert werden.

Teilnehmer/-innen
Jugendliche ab 12 Jahre

Leitung
Ulrike Korbach, Film
Jody Korbach, Performance

„Von Wordmovies und Poetryclips – Mediale Formen der Typografie“

Ein Filmabend im Rahmen der Ausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“. Eine Retrospektive von den Anfängen des Films bis heute“ der U2_Kulturelle Bildung im Dortmunder U.

Aufwendig gestaltete Filmvorspänne wie in den James Bond Filmen, tanzende Buchstaben in Musikclips, sich fließend verändernde Buchstaben als Protagonisten in Animationsfilmen – Schrift im Film ist schon lange viel mehr als eine Zusatzinformation zum Bild - eine eigenständige visuelle Ausdrucksform. Insbesondere die digitale Technik ermöglicht eine beeindruckende kunstvolle Vielfalt. Die Ausstellungs-Kuratoren haben einen Wettbewerb für „Schrift in Bewegung“ in den Kategorien Art and Experimental, Film Title, Corporate Motion, Informationgraphics und Musikvideo ausgeschrieben und ca. die 40 besten internationalen Studentenfilme in der „Motyf-Rolle Volume 1“ zusammengefasst.
Das Ergebnis: 45 faszinierende Minuten Film!

Im Anschluss Diskussion über aktuelle und neue Berufsfelder in den Bewegtbildmedien und über geforderte Kompetenzen im Job. Mit Ulli Schumacher (RTL Creation, Köln), Prof. Ewa Satalecka (PJWSTK, Warschau) und den Ausstellungs-Kuratorin Prof. Stöffler (HS Mainz). Moderation: Mechthild Eickhoff, U2_Kulturelle Bildung

Foto: Still aus Videoclip "I kill her" (Soko), Animation und Konzept: Jörg Barton

cutest place 1

 

D + U = DU

Bewegte Zeichen - Fotoserien

Ein vielfältiges Aktionsprogramm der U2_Kulturelle Bildung ermöglicht Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen von Oktober 2013 bis Februar 2014, die Ausstellung zu erleben und dabei selbst etwas zu erschaffen, bei dem die eigenen Ideen auf Papier und an die (digitale) Oberfläche kommen.
Was macht das D, wenn es auf das U trifft?
Kinder entwickeln, aus Knet- und sonstiger Masse, ihr persönliches Zeichen, gestalten ihre Initialen, wählen oder erfinden ihren Lieblingsbuchstaben und treten selbst mit ihm oder den Zeichen der anderen Kinder in einer Fotoserie in den Dialog. Es entstehen kurze Fotosequenzen, in denen sich Kinder und Zeichen begegnen und immer neue Figuren, Worte und Zeichen erfinden.
Ein Workshop durch das Alphabet, ein echtes und ein erfundenes.
Teilnehmer/-innen Kinder von 5-10 Jahren
Leitung Mirjam Gaffran, Dortmund

„Von Wordmovies und Poetryclips – Mediale Formen der Typografie“

Filmabende im Rahmen der Ausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung. Eine Retrospektive von den Anfängen des Films bis heute." der U2_Kulturelle Bildung im Rahmen der Offenen Fachhochschule im Kino des Dortmunder U wie auch im Capitol, Programmkino Mainz.

Allgemeiner Kontakt
Prof. Ralf Dringenberg, Hfg Schwäbisch-Gmünd und z zg
Prof. Anja Stöffler, Hochschule Mainz und z zg